7. Dezember – Das grüne Spiegelei

Für das heutige Adventskalendertürchen geht es in die Küche.

„Wir brauchen ein Ei, zwei Gläser und etwas Rotkohlsaft“ meint ein Elf. Der jüngste Elf fragt verwundert: „Das alles für ein Spiegelei? Wofür soll denn der Rotkohlsaft gut sein?“

„Na, wir wollen doch ein grünes Spiegelei zubereiten“, entgegnet der alte Elf. „Dafür müssen als erstes das Ei in Eigelb und Eiweiß auftrennen. Dann etwas Rotkohlsaft zum Eiweiß geben und gut durchrühren.“

„Aber Rotkohlsaft ist doch lila!“ Der kleine Elf ist verwundert.

Das sieht doch lecker aus, oder?


Tipps und Tricks

Tipp 1: Trenne vorsichtig das Eigelb und Eiweiß in die beiden Gläser.

Tipp 2: Verquirle den Rotkohlsaft mir dem Eiweiß.

Tipp 3: Gieße das Eiweiß in die heiße Pfanne und gib anschließend zügig das Eigelb hinzu.

Tipp 4: Hebe etwas Rotkohlsaft für andere Experimente auf – entweder im Kühlschrank oder als Eiswürfel gefroren.

 


Auflösung

Aufgabe:

Finde die richtige Erklärung für den Versuch!

Antwort:

Im Rotkohlsaft ist ein natürlicher Indikator enthalten. Dieser färbt sich in basischen Lösungen grün. Das Eiweiß ist demnach basisch.


Erklärung

Die Farbstoffe in Rotkohl werden Anthocyane genannt. Anthocyane ändern ihre Farbe, wenn sich der pH-Wert ändert. Rotkohlsaft ist unter sauren Bedingungen purpurrot, verfärbt sich aber unter alkalischen (basischen) Bedingungen blaugrün. Da Eiweiß basisch ist (pH-Wert ~ 9), ändert sich die Farbe des Rotkohlsaftes. Der pH-Wert ändert sich auch dann nicht, wenn das Ei gekocht wird. Das Eiweiß bleibt blaugrün.